Mit moderner IVOM-Therapie Netzhauterkrankungen effizient managen
Die intravitreale operative Medikamentenapplikation (IVOM) ist der Goldstandard für den Visuserhalt bei feuchten Netzhauterkrankungen wie der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) oder dem diabetischen Makulaödem (DMÖ). Aber die Behandlung bedeutet häufig auch volle Wartezimmer, enge Terminkalender und kann eine hohe Therapielast für die Patient:innen mit sich bringen.1 Dabei liefern Studien inzwischen gute Hinweise, dass eine frühe und effektive Trocknung der Netzhaut das Therapieergebnis nachhaltig verbessert.2, 3
Schnelle Netzhauttrocknung: Eine wirksame frühe Trocknung kann die Makula schützen und einen stabilen Visuserhalt ermöglichen.4, 5
Gestärkte Therapietreue: Ein spürbares Therapieansprechen kann die Motivation der Patient:innen erhöhen und die psychologische Belastung senken.6, 7
Effizientere Praxisabläufe: Stabile Intervalle und hohe Therapietreue schaffen klare Praxisabläufe und wertvolle Ressourcen können geschont werden.2, 3
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Bei der IVOM-Therapie sind die Injektionen für den stabilen Visuserhalt bei retinalen Erkrankungen von entscheidender Bedeutung. Im klinischen Alltag binden die wiederkehrenden Diagnostik- und Behandlungstermine aber viele Ressourcen in ophthalmologischen Praxen und Kliniken.1 Treffen immer mehr Patient:innen auf begrenzte Praxisressourcen, steigt die Bedeutung einer effizienten Therapie.
Für viele Betroffene ist der Erhalt des Sehvermögens durch eine IVOM-Therapie auch mit hohen organisatorischen und psychologischen Hürden verbunden.8 Die daraus folgende empfundene Therapielast der Patient:innen zählt zu den Hauptgründen für mangelnde Therapietreue bis hin zu Behandlungsabbrüchen.9
Zu den häufigsten IVOM-spezifischen Faktoren, die zu Nonadhärenz und Therapieabbrüchen führen können, zählen:6
Logistik & Organisation: Die zwingende Notwendigkeit von Begleitpersonen, lange Anfahrtswege sowie die insgesamt häufigen Praxisbesuche.
Psychologische Belastung: Angst vor der intravitrealen Injektion, Unbehagen sowie nachlassende Motivation – insbesondere dann, wenn eine subjektive Visusverbesserung für die Patient:innen ausbleibt.
Gesundheitszustand: Akute oder chronische Begleiterkrankungen (Komorbiditäten), ungeplante Krankenhausaufenthalte sowie (altersbedingte) Mobilitätseinschränkungen.
Praxisabläufe: Lange Wartezeiten am Behandlungstag und eine unzureichende zeitliche Planbarkeit.
Dabei brechen Patient:innen mit einem DMÖ die IVOM-Therapie signifikant früher und häufiger ab als im Falle einer nAMD oder eines Makulaödems nach venösem Gefäßverschluss.10 In der Folge führt dies im Versorgungsalltag häufig zu schlechteren Visusergebnissen als in kontrollierten klinischen Studien.9 Ein entscheidender Hebel zur Verbesserung der Versorgungsqualität liegt daher in der Verlängerung der Behandlungsintervalle bei gleichzeitig anhaltender Wirksamkeit.6
In der modernen Netzhauttherapie ist die Zeit ein entscheidendes Kriterium, da der Verlust von Photorezeptoren durch chronische vaskuläre Leckage (Exsudation) irreversibel sein kann. Intraretinale und subretinale Flüssigkeiten sind zentrale morphologische Biomarker der Krankheitsaktivität und hier von großer diagnostischer Relevanz.11 Eine frühzeitig einsetzende und konsequente Trocknung der Netzhaut zielt darauf ab, das Sehvermögen bestmöglich zu erhalten, indem sie die morphologische Integrität der Netzhaut schützt, bevor chronische Umbauprozesse einsetzen. Je früher dies erreicht wird, desto besser gelingen die langfristige Kontrolle der Krankheitsaktivität und der stabile Visuserhalt.4, 5, 12
Um eine schnelle Trocknung und anhaltende Krankheitskontrolle zu erreichen, stehen mittlerweile verschiedene IVOM-Verfahren zur Verfügung. Je nach Therapieansatz wirken die Medikamente auf einen oder mehrere Signalwege, die an der Entstehung der Erkrankung beteiligt sein können. So wird die gezielte Hemmung des Signalwegs der VEGF-Familie (Vascular Endothelial Growth Factor A) seit langem erfolgreich genutzt.13
VEGF-Familie: Der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor regt das krankhafte Wachstum neuer Blutgefäße im Auge an. Gleichzeitig macht er die Gefäßwände durchlässiger, wodurch unkontrolliert Flüssigkeit in die Netzhaut austritt und sich dort einlagert.
Ang-2: Angiopoetin-2 destabilisiert die Blutgefäße und fördert entzündliche Prozesse. Zudem sensibilisiert es die Gefäße noch für VEGF-A. Im Zusammenspiel treiben beide Faktoren die Durchlässigkeit und das schädliche Gefäßwachstum weiter an.
Zudem erzeugt ein unmittelbar sichtbarer Therapieerfolg, z. B. im OCT, eine positive Rückkopplung bei den Betroffenen und stärkt das Vertrauen in die Behandlung: Dank einer starken Trocknung bleiben Patient:innen länger in stabilen Intervallen und brechen die Therapie seltener ab.2, 15 Indem längere Intervalle die Injektionsfrequenz reduzieren, werden die Behandlungsabläufe in den Zentren planbarer, therapieassoziierte Terminausfälle seltener, und es entstehen dringend benötigte Kapazitäten für Erst- und Neupatient:innen.6, 7
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Trotz moderner IVOM-Therapien bleibt für einige Patient:innen die Anzahl an Praxisbesuchen eine logistische und psychologische Hürde.4, 6, 16 Wenn lange Anfahrtswege und die Abhängigkeit von Begleitpersonen die Motivation gefährden, sind neue Wege gefragt. Entdecken Sie, wie die kontinuierliche Wirkstoffabgabe eine zukunftsweisende Alternative zur IVOM darstellen kann, um Betroffene und Praxen nachhaltig zu entlasten.
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